Produktbeschreibung:Product Description:ZWEI JAHRE FERIEN
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Kunden-Rezensionen
Durchschnittliche Bewertung:

Bewertung: 
-
Unheimlich langweilig
Auch ich kannte nur die wohltuend gekürzte Kino-Version "Piraten des Pazifik". Mein Rat: Beim vierten Teil beginnen (in der Zusammenfassung der ersten Teile wird alles Wissenswerte berichtet). Nach Stunden der Langweile kommt hier ein klein wenig Spannung auf.
Die Charaktere bleiben durchweg blass und austauschbar. Häufigste Dialogzeile: "Lasst uns aufräumen." Und dann räumen die Jungs auf, ob an Bord, in der Hütte oder in ihrem Lager am Strand.
Alles zieht sich ärgerlich in die Länge, ewig dauert das Heraufziehen eines Ankers. Und die Logik ist bei dem kruden Drehbuch vollkommen abhanden gekommen. Kein Vergleich zu "Der Seewolf" oder "Die Abenteuer des David Balfour".
Bewertung: 
-
Zwiespältig
Als ich vor einigen Monaten eine Werbeanzeige von "2 Jahre Ferien" sah, konnte ich mich zwar nicht mehr unbedingt an den Titel der Jules Verne-Verfilmung, jedoch sehr gut an die Gesichter der auf dem Cover abgebildeten Darsteller erinnern. Nach Kauf und Betrachten der recht nett gestalteten Box stellte sich bei mir allerdings leichte Enttäuschung ein.
Ich als Kind der DDR kannte nur eine gekürzte, völlig anders geschnittene und z. T. daher auch inhaltlich andere Variante. Nach etwas Recherche im Internet weiß ich nun, dass es sich um die unter dem Titel "Piraten des Pazifik" firmierende Kinoversion des Vierteilers handelte, die sich eher an der französischen Fassung dieser Co-Produktion zwischen Bundesrepublik, Frankreich und Rumänien orientiert. Da im Spielfilm viele der für die Handlung völlig unerheblichen Szenen fehlen, die das Anschauen gerade der ersten beiden Teile doch stellenweise quälend langatmig machen, habe ich die atemlose Spannung meiner Kindertage vermisst, dies mag aber auch veränderten Sehgewohnheiten oder dem Lebensalter geschuldet sein. Gleiches gilt für die Sympathiewerte der Protagonisten. War Doniphan Weldon (Marc di Napoli) für uns Jungs der Held (und der Schwarm für die Mädchen), so wirkt er aus heutiger Sicht nur noch wie ein blasierter, streitsüchtiger Schnösel.
Richtiggehend zerstört wird die Atmosphäre durch die Landschaftsaufnahmen.
Diese spielen laut Plot in Neuseeland und auf einer Pazifikinsel, sind jedoch jederzeit als rumänische Schwarzmeerküste, das Donaudelta und südosteuropäische Mischwälder zu erkennen. Dazu noch eine äußerst krude Zusammenstellung der Tierwelt, die auf engstem Raum Pinguine, Luchse und Komodo-Warane vereint. Das wirkt stellenweise unfreiwillig komisch.
Die Bild- und Tonqualität der DVDs ist dank digitaler Überarbeitung gut, der Unterschied zum Ausgangsmaterial wird besonders beim Betrachten des Bonusmaterials deutlich, welches die unrestaurierten Aufnahmen für die Beschreibung der Drehhistorie verwendet.
Fazit: TV-Nostalgiker können durchaus zugreifen, das Risiko des Zerstörens einer liebgewonnen Kindheitserinnerung besteht allerdings.
Bewertung: 
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* Zurück in die Siebziger..... ...
Wer irgendwann in den Sechzigern geboren wurde, verbindet mit den guten, alten Adventsvierteilern einfach die absoluten Fernsehhighlights der damaligen Zeit ( direkt gefolgt von der Otto - Show!). Gebannt saß man als Teenager vor der Glotze, knabberte die Nägel ab, wagte nicht, auf die Toilette zu gehen und fieberte dem nächsten Sonntag und damit dem nächsten Teil entgegen. Und Marc di Napoli war eben der Bill Kaulitz der Jahre um 1975 - wir beteten ihn an, alle meine Freundinnen und ich und wer nicht rettungsloser di Napoli - Fan war, lechzte nach einem der anderen, durchweg recht attraktiven Darsteller...
Leider war die Mini-Serie jahrelang verschollen,wurde nur in Österreich mal gezeigt, aber nun endlich ist sie auf DVD da und es war eine Zeitreise zurück in die Jugend. Wobei es schon schockierend war zu sehen, wie sehr sich das Erzähltempo verändert hat in den vergangenen dreißig Jahren, manchmal denkt man als Videoclip - Geschädigter und Matrix - Verdorbener, man müsse auf schnelle Vorlauf drücken, so behäbig und gemächlich wird die Geschichte aufgebaut, es vergehen ja eigentlich zwei Teile, bis etwas passiertz! Oder hat man das mit zwölf Jahren einfach nicht so gemerkt, weil man zu sehr damit beschäftigt war, sein Herz zu verlieren???? Bild - und Tonqualität sind natürlich auch nicht vom neusten Standard und die Teenies von heute lockt man mit dieser Story nicht hinter dem Ofen vor, keinerlei Special - Effects, kein cooler Soundtrack außer diesem Gepfeife,
keine stylischen Klamotten - nein, das ist wirklich nur was für Nostalgiker, die bereit sind, sich nochmal auf eine richtig altmodisch erzählte Story einzulassen. ABer trotzdem schön und alleine wegen des Nostalgie - Bonus vier Sterne!
Bewertung: 
-
Drehbuch als Flickwerk. Zitat aus dem Beiheft : "Der Zufall wurde arg strapaziert"
Ich kann jedem nur davon abraten,sich diesen Vierteiler anzutun.
Nur der 4. Teil bringt Spannung, und nur im 4. Teil werden die Jugendlichen, die ja schließlich im Buch die Hauptrolle spielen, zum ersten Mal als Charaktere ein wenig herausgearbeitet. Vorher kann man die Darsteller gar nicht auseinanderhalten, weil keiner durch besondere Eigenschaften oder Verhaltensweisen hervortritt, --eine anonyme Masse.
Bis auf den 4.Teil ist diese Produktion furchtbares Flickwerk; zu viele verschiedene Leute haben in dem Drehbuch unter Zeitdruck verzweifelt herumgeschrieben, gestrichen, dazuerfunden, --es hat mit dem Buch fast nichts zu tun.
Der Film ist nur etwas für Leute, die ihn als Kinder oder Jugendliche ahnungslos und ohne Kritikfähigkeit gesehen haben und mit ihm alte Kindheits- Erinnerungen verbinden.
Selbst das Beiheftt zum Film schreibt, dass es jahrelangen Streit um den Inhalt des Filmes gegeben hätte, und dass die Franzosen -im Gegensatz zu den anderen Vierteilern - nicht mitmachen wollten. Die deutsche Fassung hat ein ganz anderes Ende. Man erfährt im Beiheft, dass es im Film anfangs um ein ganz anderes Buch von Jules Verne ging, der Produktionstitel hieß "Die Kinder des Käpt'n Grant" . Weiter heißt es, dass man aber bald merkte, wie wenig der Stoff hergab, um daraus einen Vierteiler zu machen.
Der Drehbuchautor, so steht es geschrieben, habe die " mehr oder w e n i g e r dankbare Aufgabe " gehabt, sich irgendetwas einfallen zu lassen, damit der Film auf 4 Teile gestreckt wird. Der einzige Teil, der wirklich auf Jules Vernes Buch
"Zwei Jahre Ferien" beruht, ist der 4.Teil. Alles andere ist völlig unlogisch zusammengestoppelt, es wurden Handlungsteile oder sogar manchmal nur einzelne Personen aus 4-5 anderen Büchern von Jules Verne herausgenommen und eingebaut.
Insgesamt ergab das Drehbuch aber trotzdem keinen logischen Zusammenhang, nichts passt zueinander. Der Raub der peruanischen Militärkasse, der am Anfang von Teil 1 als Begründung und roter Faden für den ganzen Film gezeigt wird, ist frei erfunden, - man musste sich irgendetwas einfallen lassen, um die vielen verschiedenen Puzzleteile irgendwie miteinander zu verknüpfen.
Das Erzähltempo ist extrem ungleichmäßig, einmal rasend schnell, alles fliegt bloß vorbei,-- man weiß auch nicht, wieso alles so gehetzt heruntergerasselt wird. Dann wird wieder mit aller Gewalt gestreckt. Das, was bei der Schatzinsel und bei Robinson Crusoe ruhige Kameraführung ist, zieht sich hier, ohne irgendeine Spannung. Am Anfang zahllose, für die Handlung völlig unnötige Ereignisse in rasendem Tempo, danach gähnende Langeweile. Man hat besonders in Teil 1 keine Chance, sich in die Geschichte hineinzufinden, denn schon springt das Drehbuch Jahre weiter zu anderen Personen, die auch wieder nur kurz auftauchen und verschwinden. Sehr weit ausgeholt wurde hier, um letztendlich die e i g e n t l i c h e Geschichte, den 4. Teil, zu erzählen -- alles ist eine sehr lange, chaotische Hinführung zu Teil 4.
Im Buch "Zwei Jahre Ferien" wurden die Jugendlichen überhaupt niemals entführt, so steht es im Beiheft, und weiter ist zu lesen: es gab darin auch keinen blonden Schiffsjungen namens Dick Sand, sondern einen farbigen Schiffsjungen namens Moko. Ein Dick Sand kommt in einem ganz anderen Buch von Jules Verne vor. In einem wiederum anderen Buch kommt die Aneignung eines fremden Schiffes durch Halunken vor.
Zum Drehbuch allgemein steht im Beiheft, der Drehbuchautor habe "den Zufall arg strapaziert", - das heißt, ein Kind merkte es damals vielleicht nicht, aber ein Erwachsener schon: hier ist alles zusammengewürfelt worden, es passt nichts zusammen. Die Produzenten wussten das alles, das wird in den "Extras" sogar zugegeben. Zu viele Zufälle, -- man fühlt sich auf den Arm genommen, als hätten Schüler das Drehbuch geschrieben und aus Verzweiflung die unglaublichsten Zufälle geschehen lassen.
Zu viele verschiedene Leute haben darin herumgeschrieben, um noch irgendetwas zu retten, - die Produktion wurde hastig beendet; nicht einmal die deutschen Schauspieler durften mit ihren eigenen Stimmen sich selbst in der Nachbearbeitung synchronisieren, heißt es in den "Extras" - es wurden billigere andere Sprecher genommen. So hat der deutsche Junge, der den Dick Sand spielt, die Stimme eines ganz anderen deutschen Sprechers verpasst bekommen.
Die Musik passt überhaupt nicht zum Inhalt. Sie ist als Leitmotiv ein immer wiederkehrendes fröhliches Gepfeife, selbst in Situationen, die mit spannungsvoller oder melancholischer Musik untermalt werden müssten.
Wer, wie ich, diesen Film kaufen will, weil er Tom und Huck gut fand oder Robinson oder die Schatzinsel -- um Gottes Willen, über die 20 Euro ärgert man sich. Wäre der Film gut, so würde er doch in einer der Boxen "Die großen Vierteiler" auftauchen, oder? Tut er aber nicht.
Bewertung: 
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* Endlich wieder da ...
Verfilmungen von Jules Verne im Fernsehen waren die Highlights für gemütliche Familiensonntagnachmittage mit heißer Schokolade. Endlich gibts eine der besten Verfilungen auf DVD - dazu noch in überarbeiteter Form.
Ich war sehr gespannt, ob beim Gucken nur das Retrogefühl überwiegt, oder ob ich den Vierteiler auch nach 30 Jahren noch etwas abgewinnen könnte. Überraschung: das, was man zu sehen bekommt ist sehr gute Fernsehunterhaltung, auch heute noch gut anschaubar.
Das Thema ist zwar für die Zeit typisch und tauchte daher auch in Schlagern immer wieder auf ("Santa Maria", "Blue Bayou"): verschollen auf einer Südseeinsel, den Alltag ganz hinter sich lassen. Es wird hier aber liebevoll und nicht ganz so platt aufgenommen, denn schließlich gibt es durchaus Probleme auf der Insel, namentlich zwei Gauner, deren ganzes Interesse darin liegt einen Schatz zu bergen.
Zuviel sei nicht verraten, aber soviel sei gesagt: dies ist ein Fernseherlebnis, das man gut mit seiner Familie in der zweiten Generation anschauen kann, mit dem Unterschied, dass man heute zu den Eltern gehört und nicht zu den Kindern.