Produktbeschreibung:Product Description:IM MORGENGRAUEN IST ES NOCH ST
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
Ähnliche Produkte:
mehr
Ähnliche Produkte:
Kunden-Rezensionen
Durchschnittliche Bewertung:

Bewertung: 
-
"Fesselnder und eindringlicher Kriegsfilm aus der Sowjetunion!"
Während des zweiten Weltkrieges bekommt die Flak-Einheit von Sergeant Fedot Waskow
(Andrej Martynow) eine Gruppe kriegsfreiwilliger junger Frauen zugeteilt. Als sie entdecken,
dass deutsche Fallschirmjäger ins Hinterland abgesprungen sind, bleibt nur wenig Zeit zum
Überlegen. Der Kommandant wählt fünf Mädchen aus, die die feindlichen Soldaten gefangen
nehmen sollen. Die Truppe muss jedoch bald feststellen, dass statt der angenommenen zwei,
16 schwer bewaffnete deutsche Soldaten abgesprungen sind...
~Im Morgengrauen ist es noch still~ aus dem Jahre 1972 ist ein atmosphärisch dichter Kriegsfilm
aus russischen Landen, bei dem Frauen die Hauptrolle spielen. Diese eher seltene Konstelation
funktioniert überraschend gut. Der Film bietet keine großen Schlachten oder lange Dialoge zwischen
den Akteuren. Sondern ist ein eher ruhiger, aber dennnoch eindringlicher Film, der trotz seiner drei
Stunden Laufzeit nie Langweillig wird. Was vorallem am intensiven Spiel der Schauspieler liegt und an
der tollen Kulisse des Waldes mit den Seen mittendrin.
Auch die Geschichte, bis auf einige Szenen fast komplett in Schwarz-Weiss zu drehen wirkt gut und
trägt zur Authenzität bei. Die minimalistische Musikunterstützung, oft in Form einer Balalaika ist stimmig,
und unterstützt die dramatische Handlung, die sich bis zum Ende hin steigert.
Ein wichtiger Film, bei dem man vielleicht aus heutiger Sicht etwas übertriebenen Propaganda-Pathos
entdecken kann. Aber lieber kommunistische Sprüche als Faschistische.
Die Technik der DVD ist ok, das Bild ist klar und sauber, bei dem der Schwarz-weiss Look gefällt. Der Ton
ist dünn, aber das ständige Rauschen und Knacken geben dem Film noch etwas Charme.
(DVD/TV)
Bewertung: 
-
Was wollt Ihr hier? .. Bleibt doch zu Haus!
ein packender Film von großer menschlicher Wärme im Waffenrock, von der Gnadenlosigkeit des Krieges und ganz großartigen Menschen im schlichten Gewand. Dieser Film steht einsam zwischen den vielen Kriegsfilmen.
Bewertung: 
-
* Duscha bolit ...
Rußland im 2. Weltkrieg: das Hinterland im Norden. Eine kleine Siedlung mit Holzhütten, von Mannsvolk fast entblößt - bis auf die Soldaten der kleinen Garnison. Die machen aber dem Kommandanten, dem schnauzbärtigen knarzigen Starschi-Sergeanten Fedot Waskow zu schaffen, geben sich zu gern mit Wodka und Weiberröcken ab. Auf Waskows Klagen hin verschafft ihm sein Major rasch abstinenten Ersatz, doch ist der Starschi verdutzt, als sich die neue Flakbesetzung bei ihm meldet: eine Gruppe kriegsfreiwilliger und - eigenwilliger junger Frauen. . . Die nehmen es mit der geheiligten Dienstvorschrift in anderer Hinsicht nicht so genau, was Waskow fast zur Verzweiflung bringt, doch während eines nächtlichen Luftangriffs kämpfen sie diszipliniert und tapfer. Einige der Mädchen haben schon Tragisches hinter sich: Rita, die schöne Untersergeantin mit den rätselhaften dunklen Blicken, hat ihren Mann in den ersten Kriegstagen verloren, die ganze Familie der lebenslustigen Shenja samt ihren jüngeren Geschwistern wurde erschossen, die jüdische Sonja, die so gerne Gedichte liest, ist seit dem Fall von Minsk in Ungewissheit über das Schicksal ihrer Eltern.
Es sind keine Amazonen, sehnen sie sich alle doch eigentlich nach einem Glück im Frieden. Reibereien bleiben nicht aus, doch wird der Kriegsalltag eher kameradschaftlich bewältigt - und durch Flucht in die Träume. Auch Wasko rauft sich schließlich mit den Mädchen zusammen.
Eines Morgens sichtet Rita im Wald zwei deutsche Fallschirmjäger: ein Sprengkommando. Wasko macht sich mit fünf der Mädchen an die Verfolgung. Doch es stellt sich heraus, daß die zudem besser bewaffneten Deutschen auch zahlenmäßig überlegen sind. Während dank einer Kriegslist Zeit gewonnen wird, eilt Lisa, die heimlich in den Starschi verliebt ist, durch die Sümpfe zurück, um Verstärkung zu holen. Doch bald entspinnt sich in den einsamen Wäldern ein ungleicher Kampf. . .Während die kleine Truppe im Kampf menschlich immer mehr zusammenwächst, wachsen auch dem Zuschauer Fedja, Lisa, Rita, Shenja, Sonja und Galja immer mehr ans Herz.
Im Morgengrauen ist es noch still" vermeidet wohltuend jedes Pathos, große Gesten und große Worte bleiben aus. Eisensteinsche Qualität haben die schwarzweißen Bilder, so daß kleinere Kameraunsicherheiten nicht ins Gewicht fallen, und nicht zufällig scheint mir der Blick auf die einsame bewaldete Seenlandschaft, in denen sich der Kampf abspielt, das Lewitansche Bild "Zur ewigen Ruhe" zu zitieren.
Mögen die Rückblicke im ersten Teil etwas langatmig wirken, so steigert sich die Haupthandlung doch von der zeitweilig geradezu idyllischen Atmosphäre des ersten Teils ("Im Hinterland") zum unerbittlichen Geschehen im "Gefecht von lokaler Bedeutung". Die beiden Teile gehen nahtlos ineinander über und sollten direkt hintereinander gesehen werden.
Stanislaw Rostozki, der auch den bewegenden Film "Weißer Bim-Schwarzohr" geschaffen hat, ist hier ein Werk von dramatischer Dichte und klassischer Schlichtheit gelungen.
Zu bedauern ist nur, dass lediglich die DEFA-Synchronisation und kein O-Ton als Tonspur vorliegt.
Bewertung: 
-
einer der besten Filme über den zweiten Weltkrieg
"Im Morgengrauen ist es noch still" erzählt eine Geschichte aus ungewohnter Perspektive. Er handelt von einem Flackbattallion, das ausschließlich aus Frauen besteht (und dürfte damit wohl der einzige Film zum Thema Frauen im Krieg sein). Außerdem stehen nicht große Schlachten mit Panzern im Mittelpunkt, sondern ein kleines Gefecht, daß das Oberkommando wohl nicht einmal zur Kenntnis nehmen wird. Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, ohne jedes Klischee. Die Geschichte der Hauptfiguren wird großteils in Rückblenden (neben der Rahmenhandlung die einzigen farbigen Teile des Films) erzählt. Die Frauen (und ihr Vorgesetzter) bzw. ihr Verhalten werden dadurch absolut glaubwürdig.
Entgegen der Information auf dem Cover wird der Film im Cinemascope-Format gedreht. Die Bildqualität ist recht gut.
Den Ton hätte man vielleicht ein wenig überarbeiten können. Rauschen und Knacken sind noch hörbar.
Insgesamt jedoch muß ich sagen: Einer der besten Filme über den Zweiten Weltkrieg, den ich je gesehen habe (vielleicht sogar der beste überhaupt).